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Osram-Übernahme

AMS erwartet Abschluss der Osram-Übernahme bis Mitte des Jahres

Der österreichische Sensorhersteller AMS sagt, dass die geplante Übernahme des Beleuchtungs- und Photonikgiganten Osram trotz aller Unsicherheiten, die durch die weltweite Coronavirus-Krise entstanden sind, wie erwartet verlaufen sollte.

Die Vorgeschichte

Im Jahr 2019 hat der österreichische Sensorspezialist erfolgreich ein Übernahmeangebot für alle ausstehenden Aktien der Osram Licht AG abgegeben. Osram und AMS hatten vereinbart, die Anzahl der AMS-Vorstände im Zuge der Übernahme möglicherweise durch den Erwerb des Osram-Vorstandsmitglieds und Finanzchef Ingo Bank zu erweitern. Osrams Finanzvorstand Ingo Bank wird zum 1. Mai 2020 zum CFO der AMS AG ernannt.

Der österreichische Sensorspezialist AMS hat die Pläne für den Kauf des deutschen Lichtkonzerns Osram trotz des Kursverfalls seiner Aktien bestätigt. Seit Beginn der Kapitalerhöhung von 1,65 Milliarden Euro zur Finanzierung der Übernahme am 13. März hätten sich viele Großaktionäre positiv geäußert und angekündigt, dass sie die neuen Aktien zeichnen wollen, sagte das Unternehmen am Donnerstagabend im steirischen Premstätten. AMS rechnet weiterhin damit, die Übernahme von Osram im zweiten Quartal abzuschließen, vorbehaltlich aller behördlichen Genehmigungen.

Der Plan und die Bedingungen

Mit dieser Transaktion will das Unternehmen ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich der optischen Sensoren und Photonik schaffen, mit Expertise in den Bereichen VCSEL, 3D-Beleuchtung, Bildsensoren, Automobil-Lidar und vielem mehr.

“Die einzige verbleibende Abschlussbedingung ist der Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen”, sagte AMS zum Osram-Geschäft.

AMS fügte hinzu, dass es positive Rückmeldungen von einer Reihe seiner großen Altaktionäre und anderer Investoren erhalten habe, die sich an der Bezugsrechtsemission beteiligen wollen, die bei einer Aktionärsabstimmung im Januar eine überwältigende Unterstützung erhielten.

Die zusätzlichen Barmittel werden benötigt, um eine nachhaltige langfristige Kapitalstruktur zu schaffen, die geeignet ist, das kombinierte Geschäft von AMS und Osram zu unterstützen, verglichen mit dem viel kleineren Profil von AMS – und sollten auch einen bedeutenden Puffer inmitten der Coronavirus-Krise darstellen.

In diesem Zusammenhang sagt das österreichische Unternehmen, dass es bereits von einem widerstandsfähigen Cashflow-Profil und einer anpassungsfähigen Kostenbasis profitiert, um die Unsicherheit zu bekämpfen:

Herausforderungen durch Covid-19

“Dies, in Kombination mit einer starken Liquiditätsposition, gewährleistet Flexibilität, um auf etwaige unmittelbare Störungen, die durch Covid-19 verursacht werden, zu reagieren”, fügte sie hinzu.

“Wir sind mehr denn je von der überzeugenden strategischen Logik und dem Wertschöpfungspotential der Kombination von AMS und Osram auf der Grundlage unserer laufenden Interaktionen mit Osram zur Vorbereitung der Post-Merger-Integration überzeugt”, sagte Alexander Everke, CEO von AMS. “Diese Logik wird durch das derzeitige Kapitalmarkt- und Endmarktumfeld, das auf COVID-19 zurückzuführen ist, nicht beeinträchtigt. Wir erhalten weiterhin positive Rückmeldungen von unseren Aktionären bezüglich der strategischen Begründung und der Kapitalerhöhung.

“Angesichts der beispiellosen operativen und finanziellen Herausforderungen durch die Ausbreitung von Covid-19 und der unsicheren Entwicklungen in den kommenden Wochen können die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auf Osram… zum jetzigen Zeitpunkt weder angemessen bestimmt noch verlässlich quantifiziert werden”, erklärte das deutsche Unternehmen.

Es nannte die zunehmende Zahl von Produktionsstillständen bei Osram-Kunden und die anhaltenden Störungen, die sich auf die globalen Lieferketten auswirken – insbesondere auf die der weltweiten Automobilindustrie, die einen wichtigen Bestandteil des Osram-Absatzes darstellt.

Das wird auch die Nachfrage bei der Osram-Tochter Opto Semiconductors, einem der weltweit größten Hersteller von LED und Laserdioden, beeinträchtigen.

Zu den Maßnahmen, die das Unternehmen jetzt ergreift, gehören unter anderem Überlegungen zur Kurzarbeit an den besonders betroffenen Standorten und die vorübergehende Schließung einiger eigener Produktionsstätten.

Die Übernahme von Osram durch AMS steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen, die voraussichtlich noch vor dem Sommer abgeschlossen sein werden.

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*Bildquelle: semimedia.cc